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Digitalisierung beim Bundesarchiv – Dimensionen und aktuelle Planungen

Am Beispiel von Unterlagen der Abteilung Militärarchiv bis 1949 machen wir die Überlegungen und Entscheidungen des Bundesarchivs bei der Priorisierung von Digitalisierungsvorhaben transparent.

14.01.2020

Digitalisierung

Rundbild der französischen Stellungen an der Küste bei Nieuport-Bad, 6. August 1916 (Ausschnitt)

Das Bundesarchiv bewahrt derzeit unter anderem rund 415 Kilometer Schriftgut und zwei Millionen Karten und Pläne auf. Die Menge des Archivguts wächst jedes Jahr weiter an. Eine vollständige Digitalisierung all dieser Unterlagen in kurzer Zeit ist keine realistische Option.

Dessen ungeachtet werden kontinuierlich große Mengen von Akten und sonstigen Unterlagen beim Bundesarchiv selbst und durch externe Dienstleister digitalisiert. Dies dient zum einen dem Schutz der Originale und erleichtert zum anderen die Einsichtnahme durch Benutzer, wenn die digitalisierten Unterlagen online zur Verfügung gestellt werden können.

Dabei werden bei den Digitalisierungsmaßnahmen zunächst überwiegend ältere Unterlagen priorisiert, für die keine Schutzfristen mehr gelten. Zum jetzigen Zeitpunkt können bereits über 51.000 Akten des Bundesarchivs online genutzt werden.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt bei der Digitalisierung liegt seit 2017 auf Beständen aus der Zeit der Weimarer Republik. Das Themenportal Weimar – Die erste deutsche Demokratie bietet einen strukturierten Zugang zu den digitalisierten Quellen, ergänzt um weitere inhaltliche Angebote und virtuelle Galerien.

Ein weiterer – damit teilweise verbundener – Schwerpunkt liegt zurzeit auf Beständen militärischer Provenienz. In dem unten verlinkten Artikel legen wir Ihnen detailliert dar, welche militärischen Bestände des Bundesarchivs aus der Zeit bis 1949 bereits digitalisiert wurden, welche zur Digitalisierung vorgesehen sind und was bei der Suche nach Archivgut besonders zu beachten ist.